Ersterstellung: 26.10.2022

letzte Bearbeitung: 2022-2024, 2026

Gründe für den Atheismus und Naturalismus etwa gleich dem Materialismus:

Der Uhrenmachervergleich (diesen sagte mir im Jahr 2022 Herr Alexander Vogt aus Schwäbisch Gmünd) sagt, dass ein Passant eine Uhr auf dem Weg sieht, sie aufhebt, sie ansieht und denkt die Uhr müsse ja von einer Person geschaffen worden sein und dies darauf überträgt, dass der Mensch ja auch eine Maschine ist die von einer Person, also von Gott erschaffen worden sein müsse.

Das ist allerdings nur ein Vergleich und keine strenge logische Schlussfolgerung.

Eine weitere atheistische Theorie sagt, dass wenn Gott den Menschen erschaffen habe, dann müsse ja Gott auch durch eine noch höhere Person erschaffen worden sein. Somit ist das eher abwegig.

Theisten sagen dazu, dass Gott unendlich groß sei und daher nicht erschaffbar sei.

Dazu sagt der Naturalist, dass etwas unendlich Großes und etwas das unendlich alt ist, nicht existieren könne. Das habe ich jetzt aufgrund der Aussage von einem Mitschüler beim Posaunenunterricht Herr Christian Arnscheidt aus Heubach und dann der Mathematik-Lehrer Herr Mayer im Jahr 1995-1998 am Wirtschaftsgymnasium am Berufschulzentrum in Oberbettringen, dass es die Zahl unendlich nicht gebe, formuliert.

Jetzt kann man denken dass Gott eben endlich groß sei und er von einer noch höheren Person erschaffen worden sei, was aber die Schlussfolgerung erzeugt, dass diese Reihe an Personen unendliche Zeit lang nach früher geht. Das ist aber nicht möglich, weil nach Bernhard Philbert (Der Dreieine, Seite 266 und 267, 1987) und Stephen Hawking (Eine kurze Geschichte der Zeit, 1988) das Universum einen Anfang gehabt haben muss, weil es jetzt nicht auf die Temperatur 0 Kelvin abgekühlt ist. Es ist auch nicht möglich weil nach dem Naturalismus etwas unendlich lang Existierendes nicht möglich ist.

Die atheistische Theorie sagt, dass die Ordnung die in der Materie vorhanden ist, durch die Strukturierung durch die Atome und deren aufbauende Teilchen, durch eine gewisse Menge an Energie und durch die Logik entstanden ist, was durch das Vorhandensein der Gibbs-Helmholtz-Gleichung unterstützt wird.

Eine Erweiterung der Theorie kommt deswegen Zustande, dass es aufgrund dessen dass es relativ unwahrscheinlich ist dass die Naturkonstanten so gestellt sind dass das DNS-Molekül entstanden ist, so ist, dass es Tausende oder sogar Millionen oder Billiarden von Universen gibt bei denen die Naturkonstanten nicht so gestellt sind dass ein DNS-Molekül entstanden ist und bei uns ist das dann eben zufälligerweise der Fall.

Es kann, zumindest nach der naturalistischen Weltanschauung, eigentlich nicht sein, dass ein Gott der das Universum erschaffen habe, schon unendliche Zeit lang existiert. Deswegen müsste er wenn er da wäre, auch zu einer Zeit t = 0 entstanden sein. Damit wäre auch eine Ordnung (die Gott ja auch sei) entstanden. Deswegen kann man gleich sagen, dass die Ordnung der Materie ab einer Zeit t = 0 einfach nur entstanden ist. Die Ordnung wurde dabei aus einer Energiemenge und der Logik generiert. Die Gibbs-Helmholtz-Gleichung aus der physikalischen Chemie sagt auch, dass eine Ordnungsvermehrung durch Abbau von Energie entstehen kann. Es handelt sich bei einer chemischen Reaktion um quantitative Ordnungsvermehrung. Beim Urknall ist auch eine qualitative Ordnungsvermehrung vorhanden.

Die Entstehung der Energie aus dem Nichts, ist dadurch zu erklären, dass gleichzeitig eine gleich große positive und eine negative Energie (= dunkle Energie) entstanden ist. Diese beiden Energiemengen ergeben in der Gesamtsumme eine Energiemenge von 0 J. Diese Theorie steht in dem Buch von Stephen Hawking „Kurze Antworten auf große Fragen“.

Eine weitere Überlegung, die im Buch „Eine kurze Geschichte der Zeit“ gemacht wird ist, dass es logisch ist, dass der Anfang des Universums keine Ursache hatte. Das liegt einfach daran, dass es vor der Zeit t = 0 keine Zeit und damit auch keine Ursache gab.

Es wurde veröffentlicht, dass Stephen Hawking die Frage gestellt wurde was vor dem Urknall gewesen sei. Er antwortete darauf, dass es einen unvorstellbaren Zustand mit vier Dimensionen gab. Ich denke aber, dass er dies nicht gemeint haben kann, weil die Begründung für die Aussage dass vor dem Urknall nichts gewesen ist sehr logisch ist. Wenn er es aber doch gemeint hat, dann halte ich diesen unvorstellbaren Zustand mit vier Dimensionen, für eher real als ein schon unendliche Zeit lang existierender und unendlich großer Gott.

Das Theodizee-Problem sagt, dass es keinen guten Gott geben könne, weil dieser Gott es zulasse dass in der Welt viele für Menschen und Tiere schreckliche Dinge passieren.

In der Schule oder im Radio (damals SDR 2 oder S 2 Kultur) hörte ich von der Theorie, dass der Glaube an einen Gott bei Menschen im Gehirn auch durch die Psyche mit erzeugt werde. Das habe sich im Laufe der Evolution so entwickelt, weil sich diese Menschen besser durchsetzen konnten, weil durch den Glaube die Gesellschaft besser zusammengehalten habe und sich dadurch mehr vermehren konnte.

Weiter steht für den Atheismus die Lehre die sagt, dass die Natur sich nach Gesetzen richtet und nicht von einem Gott „live“ gelenkt wird.

Ein Erfolg des Naturalismus, war der zu mindestens 99%-ig wahre Nachweis der Evolution als Erklärung für die Entstehung des Lebens ohne 100%igen Eingriff eines Gottes.

Gründe für den Theismus:

Das wichtigste Argument für den Theismus ist, dass von Nichts Nichts kommen könne.

Für die Ordnung im Universum müsse es daher einen Verursacher Gott geben.

Die Frage woher die Ordnung des Universums herkomme, wird durch die Theisten durch die These dass diese von Gott komme erklärt. Aber, erst müsste dann ja Gott als Ordnung ja auch von einer noch höheren Ordnung erschaffen worden sein. Das ist nach der Theorie der Theisten aber nicht möglich, weil Gott unendlich groß sei und daher nicht erschaffbar sei.

Naturalisten sagen dazu, dass es etwas unendlich Großes und etwas was schon unendliche Zeit lang existiert, nicht geben könne.

Wenn man sich fragt woher die Ordnung des Universums kommt, muss der Atheist sagen, dass sie aus der Energie und der Logik entstanden sei, also einfach da sei. Der Theist sagt nichts anderes indem er sagt, dass diese auf Gott zurückzuführen sei. Er sagt dass dann Gott einfach da sei.

Die Theorie dass es etwas unendlich großes nicht geben könne kann hinterfragt werden, mit dem Ergebnis, dass z.B. die Zahl Pi unendlich viele Stellen hinter dem Komma hat.

Diese Begründung für den Theismus, kann auch wieder hinterfragt werden, durch die Feststellung dass die angegebene Zahl immer endlich ist. Der Rechenweg zur Berechnung dieser Zahl ist immer endlich lang beschritten.

Eine weitere Begründung für den Theismus ist, dass wenn es in der Mathematik die Formel n / 0 = liegende Acht = unendlich (für n Element von R ohne Null) gibt, dann müsse es dies ja auch in der Realität geben.

Die dem entgegengesetze Begründung ist, dass es nicht alles geben könne, was aus der Logik resultiert. Die Logik geht also noch weiter als die Realität.

Man kann auch annehmen, dass ein Gott zu einer Zeit t = 0 entstanden ist (womit ja dann wie oben schon geschrieben auch eine Ordnung entstanden ist). Dieser Gott habe dann das Universum erschaffen.

(Die These der Theisten, dass die Ursache für die Entstehung des Universums ein schon unendlich lang existierender Gott ist, ist eigentlich auch logisch. Somit müsste man das atheistische Denkmodell, dass das Universum ohne Ursache entstanden sei, verwerfen.) Diese These ist von der naturalistischen Lehre überholt worden.

Den Theismus kann man durch die Annahme annehmen, dass Gott keine Person sei.

Somit ist das Problem mit dem Ursprung der Ordnung gelöst. Das dadurch, dass man einen nicht-personellen Gott annimmt.

Fazit: Die Existenz eines Gottes ist einerseits nicht beweisbar, aber andererseits auch nicht widerlegbar. Deswegen bleibt die Frage nach der Existenz eines Gottes bestehen und ist unlösbar.